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SEO-Relaunch-Checkliste: 30 Punkte, die Rankings retten
Rankings überleben einen Relaunch, wenn drei Dinge stimmen: eine vollständige 301-Weiterleitungstabelle von jeder alten auf die passende neue URL, übernommene Titel und Inhalte der starken Seiten, und eine Nachkontrolle in der Search Console über mindestens vier Wochen.
Vor dem Relaunch
- Vollständigen Crawl der alten Seite speichern (URLs, Titel, Beschreibungen, Überschriften)
- Rankings und Suchbegriffe als Referenzwert sichern
- Analytics-Daten der letzten zwölf Monate exportieren
- Externe Verlinkungen exportieren und die verlinkten Seiten markieren
- Top-Seiten nach Besuchern und Umsatz festlegen — sie dürfen sich am wenigsten verändern
- Testumgebung per Passwortschutz sperren, nicht per noindex allein
Während der Umsetzung
- Weiterleitungstabelle pflegen: alte URL, neue URL, Statuscode 301
- URL-Struktur nur ändern, wenn es einen inhaltlichen Grund gibt
- Titel unter 60 Zeichen, Beschreibung unter 160 Zeichen, je Seite einzigartig
- Genau eine H1 pro Seite, sinnvolle H2-Gliederung
- Alternativtexte für alle inhaltlich relevanten Bilder
- Strukturierte Daten übernehmen: Organization, LocalBusiness, Service, Breadcrumb
- Canonical-Adresse zeigt auf die Seite selbst
- Ladezeit als Abnahmekriterium: Largest Contentful Paint unter 2,5 Sekunden
- Interne Verlinkung direkt auf Zieladressen, nicht über Weiterleitungsketten
- Texte als echter Text, nicht in Bildern — auch KI-Systeme lesen nur Text
Am Tag des Go-Live
- robots.txt prüfen: kein Disallow aus der Testphase übernommen
- noindex-Markierungen der Testumgebung entfernt
- Neue Sitemap erzeugt und eingereicht
- Weiterleitungen stichprobenartig live testen, inklusive alter Kampagnen-URLs
- SSL-Zertifikat aktiv, alle http-Adressen leiten auf https
- Analytics und Conversion-Messung erneut prüfen
In den vier Wochen danach
- Täglicher Blick auf Abdeckungsfehler in der Search Console
- 404-Bericht auswerten und fehlende Weiterleitungen nachtragen
- Rankingvergleich zur Referenzmessung nach 7, 14 und 28 Tagen
- Weiterleitungsketten auflösen, sobald sie auftauchen
- Seiten, die Sichtbarkeit verloren haben, inhaltlich mit der Altversion vergleichen
Wie stark darf der Einbruch sein?
| Zeitraum nach Go-Live | Normal | Alarmsignal |
|---|---|---|
| Woche 1 | bis −20 % Sichtbarkeit | über −40 % |
| Woche 2–3 | Erholung beginnt | weiterer Rückgang |
| Woche 4–6 | Ausgangsniveau oder besser | unter −20 % |
Häufige Fragen
Verliert man beim Relaunch immer Rankings?
Nein. Kurzfristige Schwankungen sind normal, dauerhafte Verluste entstehen fast immer durch fehlende oder falsche Weiterleitungen.
Reicht eine pauschale Weiterleitung auf die Startseite?
Nein. Google wertet das als Soft-404. Jede alte Adresse braucht das thematisch passende Ziel.
Wie lange sollen Weiterleitungen bestehen bleiben?
Dauerhaft. Mindestens ein Jahr sind Pflicht, danach schadet das Beibehalten nicht.
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